Manuela Klöckner-Marseglia – 2026-01 weißenau

Großer Konzertabend mit beeindruckenden Glanzlichtern


Der Kontrabass als Soloinstrument - mit Hingabe gespielt von Nadeschka Ortega-Krajnc (Foto: Bild privat)

Kammerorchester Tettnang und Solisten begeistern

Sonntag, 22. Februar, 17:00 Uhr. Im Festsaal der Klosteranlage Weißenau versammelte sich erwartungsfreudig das Publikum, der Saal füllte sich bis in die letzten Reihen.
Das Concerto Grosso D-Dur op. 6/5 von Georg Friedrich Händel eröffnete den Konzertabend. Solistische Passagen und voller Ensembleklang, Spielfreude und Empfindsamkeit verschmolzen vielfarbig und prächtig zu einem Wechselspiel, das alle Zuhörer willkommen hieß. Für das Klavierkonzert D-Dur von Joseph Haydn verließ Manuela Klöckner ihren Dirigenten-Platz und führte als Solistin am Flügel. Die Pianistin verband Virtuosität und subtile Gestaltungskraft mit lebendiger Flexibilität, das Orchester antwortete ihrer Interpretation des Werkes unter der hohen Aufmerksamkeit der Konzertmeisterin.
Nach der Pause stand die Streicherserenade F-Dur von Felix Weingartner auf dem Programm: Das Orchester vollzog in vier kurzen Impressionen charaktervolle, romantische Stimmungswechsel, der dritte Satz ruhte in sehnsüchtig melodischem Strömen. Mit dem Konzert h-moll für Kontrabass und Streichorchester von Giovanni Bottesini fand das Konzert dann einen fulminanten Abschluss. Mit warmem Ton gestaltetete Nadeschka Ortega-Krajnc atemberaubend schwierige Passagen wie auch kunstvolles lyrisches Singen. Dem Klangwillen der Solistin folgte der Kontrabass aus seinen Tiefen bis in höchste Höhen des Flageoletts.
Rauschender Applaus forderte eine Zugabe. Und so setzten Solistin und Orchester einen feinen Schlusspunkt mit Tango-Schwung.


SZ online / veröffentlicht seit 1.3.2026