Wolfgang Fulda

Liturgische Skizzen (2017)

I Kanons asynchron
II Glitzernde Homophonien
III Hymnus á 2

Die drei Stücke entstanden aus dem Versuch einer erneuten Annäherung an Formen alter geistlicher Vokalmusik mit Hilfe algorithmischer Prozesse.

Jeweils unterschiedlich strukturiert durchlaufen die einzelnen Stimmen in "Kanons" rhythmische Varianten von Transformationen derselben Grundreihe.
Angeregt vom Verfahren des "Fauxbourdon" werden dann die rhetorischen Möglichkeiten eines Satzes aus konsequent dreistimmig homophonen Akordketten ausgelotet.
Zuletzt wechseln die beiden Instrumente im Sinne niederländischer Hymnenvertonung zwischen Unisono-Passagen in frei fließender Rhythmik und Polyphonien aus stets neu nebrochenen,ineinander verschränkten Klängen ab.

Wolfgangang Fulda, Programmheft Dufay-Ensemble Nürnberg, 10. September 2017, Musik für Klavier und Schlagzeug